Wenn Roswitha (Name geändert) auf ihr Leben zurückblickt, stehen ihr meistens die Tränen im Gesicht. Nach einer unbeschwerten Kindheit schaffte sie durch Fleiß, Intelligenz und Gottvertauen den Sprung in einen anspruchsvollen Job. Mit ihrem Mann durfte sie 4 Kinder zur Welt bringen und sie lebten in einem harmonischen Dasein. Ein intensiver Glaube begleitete die Familie lange Zeit.
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes überkam Roswitha eine schwere Krankheit und die mittlerweilen erwachsenen Kinder wurden auf eine harte Probe gestellt.Was wird aus der Mutter, wie geht es weiter, wer übernimmt sie. Sehr schnell kam der Beschluß, die Mama muß in ein Heim. Für Roswitha brach die Welt zusammen und sie erinnerte sich an eine Aussage ihrer Großmutter: „Eine Mutter kann 10 Kinder versorgen aber 10 Kinder können keine Mutter versorgen.“
Die Abstände der Besuchszeiten von den Kindern wurden immer länger. Man begnügte sich auf 2 x im Jahr (Weihnachten und Geburtstag). Die nunmehr schwerbehinderte Mutter lebt in ihrer Einsamkeit dahin, wartet auf den erlösenden Tod und evtl. der Überschrift in ihrer Traueranzeige, „Die Mutter war´s , was braucht´s
der Worte mehr.“

der Worte mehr.“